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Grüne Heyde - Norderstedt

 Möglichkeiten aus der Perspektivenwerkstatt    Möglichkeiten aus der Perspektivenwerkstatt   Illustrativer Rahmenplan - Ergebnis aus der Perspektivenwerkstatt

Rahmenplan der Stadt Norderstedt  „Wohnbauflächen Mühlenweg-Harckesheyde“
     Die Perspektivenwerkstatt

Für das Gebiet: „Zwischen Schulweg im Westen und Gewerbegebiet Harkshörn im Osten, südlich Mühlenweg und nördlich Harckesheyde“ soll ein Rahmenplan der Stadt Norderstedt „Wohnbauflächen Mühlenweg Harckesheyde“ aufgestellt werden.

Das Plangebiet stellt eine stadtentwicklungspolitisch bedeutsame Fläche dar, der als Verbindung vom ehemaligen Kleinsiedlungsgebiet Harkshörn im Norden zur verdichteten Bebauung südlich Harckesheyde eine besondere Bedeutung zukommt.

Es handelt sich hierbei um eine der letzten neuen großen Wohnbauflächen in Norderstedt.

Aus diesem Grund wurde von Anfang an darauf Wert gelegt, diese Fläche qualitativ hochwertig zu entwickeln. Die Qualitäten sollen über ein Rahmenplanverfahren, städtebauliche Wettbewerbe, konkurrierende Verfahren oder Gutachterverfahren und darauf aufbauend über ein Bauleitplanverfahren entwickelt werden.

Da es sich hier um ein besonderes Projekt handelt, spielt das Thema Nachhaltigkeit, wie auch in anderen Projekten, eine bedeutende Rolle (DGNB-Zertifizierung).

Das Amt für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr wird daher das Thema Nachhaltigkeit auf eine für Norderstedt neue Weise angehen. Es soll für das Projekt eine DGNB-Zertifizierung für die Entwicklung eines neuen Stadtquartiers beantragt werden. Bei der DGNB-Zertifizierung handelt es sich um eine international anerkannte Auszeichnung.

Die Perspektivenwerkstatt stellt eine besondere Form der Bürgerbeteiligung dar. Es handelt sich hierbei um ein kompaktes Verfahren, dass an einem verlängertem Wochenende stattfand.

Sie startete mit einer Informationsveranstaltung am Freitag, 13.11.2015, in der Informationen zur Perspektivenwerkstatt gegeben wurden und u. a. Beispiele zur nachhaltigen Siedlungsplanung gezeigt wurden. Diese Abendveranstaltung konnte genutzt werden, um sich im Vorfeld noch einmal zu informieren.

Die breite, öffentliche Beteiligung fand am Samstag, 14.11.2015, statt. In der Perspektivenwerkstatt wurden Probleme, Wünsche, Lösungen gesammelt und diskutiert. Im Anschluss wurde an Planungstischen unter anderem zu den Themen:

Verkehr und Mobilität
Freiraum
Baustruktur
Energie
Seniorenwohnen
Räume für Jugendliche
Nachhaltigkeit

gearbeitet werden.

Die Perspektivenwerkstatt war mit über 120 Bürgerinnen und Bürgern sehr gut besucht und es herrschte eine konstruktive positive Arbeitsstimmung vor. Die Begeisterung der Mitarbeitenden über diese Form der Bürgerbeteiligung war greifbar.

 6013_Feedback PW

An den darauf folgenden Tagen arbeitete das Team aus externen Planern die Ergebnisse auf und verdichtet diese so, dass am Ende ein städtebauliches Konzept, die gemeinsam erarbeiteten Ziele darstellt.

6013_RP_Mühlenweg_illustrer Rahmenplan - Grüne Heyde  6013_RP illustrativer Rahmenplan Nr. 1Bild 

Zum diesem Team gehörten:

 6013_RP Team Perspektivenwerkstatt Bild 6013_RP Team Perspektivenwerkstatt Bild2 6013_RP Team Perspektivenwerkstatt Bild3

  • Von Zadow International aus Schwielowsee für kooperative Planungsprozesse und die Moderation
  • Büro Machleidt aus Berlin für Stadtplanung
  • Büro John Thomson & Partners aus London für Beteiligung und Städtebau
  • Büro Sinai aus Berlin für Freiraumplanung
  • Büro performative Architektur aus Frankfurt für Nachhaltigkeit, Mobilität, Wasser und Energie
  • Büro Argus aus Hamburg für Mobilität
  • Herr Messerschmidt als Berater für die Zertifizierung der DGNB

Das Ergebnis der Perspektivenwerkstatt wurde gleich im Anschluss an diese Phase am Dienstag, 17.11.2015, der Öffentlichkeit in einer Veranstaltung präsentiert.
Am Donnerstag, 19.11.2015, wurden die Ergebnisse im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr präsentiert.

Ergebnispäsentation der Perspektivenwerkstatt Designteil

Ergebnispräsentation der Perspektivenwerkstat Prozessteil

Am 27.02.2016 fand ein weiteres Bürgerforum "grüne heyde norderstedt" statt.

Bürgerforum am 27.02.2016  ein volles Haus viele Interessierte und Engagierte waren zugegen 

Es wurde ein Rückblick auf die Perspektivenwerkstatt gegeben und die Vertiefung einzelner Themen bis Februar 2016 vorgestellt. Anschließend wurden Planungstische am 27.02.2016 aufgebaut und alle interessierten Gruppen arbeiteten motiviert weiter.

die Arbeit an den Planungstischen  motivierte Leute arbeiten an den Planungstischen  Präsentation der Planungstische

 

Wer ist die DGNB?

Die DGNB - Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen e. V. - ist ein Verein, der sich zur Aufgabe gemacht hat, nachhaltiges Bauen und das Betreiben einer nachhaltigen Umwelt zu fördern. „Ziel der DGNB ist es, die gebaute Umwelt zum Wohle aller so zu planen, zu betreiben und zu nutzen, dass die Interessen der nach uns kommenden Generationen nicht darunter leiden - dies so weit wie möglich ohne Einschränkung der Interessen der heutigen Generation.“ Die DGNB wurde 2007 von 16 Initiatoren unterschiedlicher Fachrichtungen der Bau- und Immobilienwirtschaft gegründet. Dem Verein gehören zurzeit weltweit 1.200 Mitglieder an.

Was ist ein DGNB-Zertifikat?

Die DGNB bietet Zertifikate für Gebäude – Neubau und Bestand – und für Quartiere – Gewerbequartiere, Industriestandorte und Stadtquartiere - an.

Das DGNB-Zertifikat bewertet Stadtquartiere, die Nachhaltigkeitskriterien in herausragender Weise erfüllen. Für das Projekt „Wohnbauflächen Mühlenweg Harckesheyde“ soll dieses Instrument genutzt werden, um in diesem besonderen Stadtquartier eine hohe städtebauliche Qualität auch im Sinne einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung zu sichern.

Die Zertifizierung umfasst die 6 Themenfelder 

- Ökologie
- Ökonomie
- soziokulturelle und funktionale Aspekte
- Technik
- Prozesse und
- Standort.

Die ersten 4 Themenfelder fließen gleichgewichtet in die Bewertung ein. Damit ist dieses System das einzige, das wirtschaftliche Aspekte beim nachhaltigen Bauen mit ökologischen Aspekten gleichsetzt. Die Systematik zur Bewertung wurde vom DGNB und dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung entwickelt.

Wie erfolgt die Zertifizierung?

Die Zertifizierung eines Stadtquartieres erstreckt sich über 3 Phasen. Das ist dem ganzheitlichen Ansatz der DGNB geschuldet. So umfasst das Projekt die sogenannte Vorzertifizierung, das Zertifikat für Planung und Erschließung und das Zertifikat für die Gebäude.

Das Vorzertifikat wird für die Konzepterstellung erteilt. Im Projekt „Wohnbauflächen Mühlenweg Harckesheyde“ würde es die Erarbeitung des Rahmenplans innerhalb derer auch städtebauliche Wettbewerbe stattfinden sollen, umfassen.

Das Zertifikat für Planung und Erschließung beinhaltet die Bauleitplanung und das Zertifikat für die Gebäude bewertet den Realisierungsteil.

Zur Erreichung dieser Ziele wurde ein externer Berater eingeschaltet, der die Verwaltung unterstützen soll.

Das Verfahren Rahmenplan „Wohnbauflächen Mühlenweg – Harckesheyde“

Die „Wohnbaufläche Mühlenweg – Harckesheyde“ soll in einem zweistufigen Verfahren entwickelt werden:

  1. Erarbeitung eines Rahmenplanes „Wohnbauflächen Mühlenweg – Harckesheyde“ zur Definition der Rahmenbedingungen.
  2. Bauleitplanung zur Schaffung von Baurechten.

Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr hat in seiner Sitzung am 20.09.2012 den Aufstellungsbeschluss und den Beschluss zur Durchführung der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung und Behördenbeteiligung für den Rahmenplan „Wohnbauflächen Mühlenweg – Harckesheyde“ gefasst.

Der Rahmenplan definiert die grundsätzlichen Entwicklungsziele für das Plangebiet. Er trifft Aussagen

- zur Erschließung
- zur baulichen Struktur
- zur Dichte
- zum Grün
- zur sozialen Infrastruktur und
- zur Energieversorgung.

Konzept zum Rahmenplan “Wohnbauflächen Mühlenweg – Harckesheyde“
Erläuterungsbericht Rahmenplan “Wohnbauflächen Mühlenweg – Harckesheyde“

Auf Grundlage des Beschlusses wurde das Strukturkonzept in einer öffentlichen Veranstaltung allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt. Die Veranstaltung fand am 25.09.2014 statt, anschließend hingen die Pläne für die Dauer von 4 Wochen im Rathaus zu Jedermanns Einsicht aus. Die Veranstaltung war mit ca. 200 Bürgerinnen und Bürgern gut besucht und es wurde eine konstruktive Diskussion geführt.

Präsentation aus der Öffentlichkeitsveranstaltung vom 25.09.2014

Die Ergebnisse wurden aufbereitet und dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr in der Sitzung am 16.07.2015 zum Beschluss vorgelegt.
In selbiger Sitzung wurde der Aufstellungsbeschluss angepasst und der Ausschuss hat die Durchführung eines besonderen Beteiligungsverfahrens beschlossen.

[ZText6]